Aber Lena war goldig, mit ihren Lippenstiften. "erst hab ich ja Fanta gekauft weil ich es cool fand, doch ich mag ja lieber Mezzo-Mix, da hab ich dann noch Cola gekauft und gemixt
Am Ende war sie ja richtig fertig. *lol* Einfach zum knuddeln
Ich war auch überrascht wie emotional Lena auf die Entscheidung reagiert hat.
Vielleicht hilft ihr außergewöhnlicher Stil sich von den anderen Teilnehmern abzuheben. Aber ich fürchte das ihr Auftritt nicht bei jedem Publikum angkommt.
Ich fands klasse. Obwohl als auch hätten die es ruhig mit den letzten drei machen sollen
Ich finds die Lieder alle ziemlich OK und die Finalsten eigentlich nicht vergleichbar untereinander - und dabei singen die die gliechen Lieder.
Ich hätte der Jennifer mehr Chancen in Oslo zugetraut, weil dieses Lied auch in einem kurzen Einspieler einfach gut wirkt.
Lena ist sehr individuell, das ist auch die Chance. So eine zweite wird in Oslo nicht auftreten. Nun gut - in Reykjavik hätte die glatt gewonnen und von Island haben wir die 10 Punkte sicher Björk wegen
BTW habe ich gestern einen neuen Begriff erfunden:
"Es dauert mir zu schnell"
- keine Werbung, keine Schicksale, kein Schreyll, und die Finalisten haben sich nicht mal zwischen den Songs umgezogen. LOL
Ich fand sie einfach nur süß nach der Entscheidung. SO muss eine Künstlerin doch sein...nicht irgendein abgehobener Star, der unnahbar wirkt, sondern so wie Lena....supersympathisch! Bin seit gestern auch ein Lena - Fan geworden
Tjaaa, Archie. Dabei ist Lena noch nicht mal blond und vollbusig....
Nein, im Ernst, sie hat mir einfach super gefallen und ich finde ihre Art sowas von sympatisch...da kann man ja nur Fan sein.
also das sind jetzt 3 Lieder, die mir vom ersten Ton an gefallen. Und im vergleich zu den anderen Teilnehmern, fällt Deutschland wieder irgendwie weit ab vom Schuss. Ob das wirklich klappt.... ich wag es zu bezweifeln
_________________ sag mir Deinen Namen und ich sag Dir wie Du heißt und ich spannte mein Cocktailschirmchen auf und schwebte davon
Bedingungslos 18
Geplant spontan und doch authentisch: Warum Lena Meyer-Landrut eine Siegerin ist
VON IMRE GRIMM
Hannover. Doch, es gab diesen einen Moment in den letzten, wilden Wochen, da wollte Lena Meyer-Landrut nicht mehr die Partyprinzessin sein, nicht mehr „Chamäleon, Gazelle und Nachtigall zugleich“, wie Stefan Raab sie genannt hatte.
Da lief alles ein bisschen in die falsche Richtung. Da schien es, als hätte sie ein klein wenig Angst bekommen vor dieser Fernsehfigur, die sie geworden war, diesem Allwettermädchen, das der Welt tanzend und mit großen, staunenden „Amélie“-Augen begegnet.
Also stellte sie sich an die Rampe und sang eine leise, traurige Ballade von Jason Mraz: „Mr. Curiosity“.
„Ich suche nach Liebe / Ich klinge voller Hoffnung“, heißt es darin, „Aber ich muss weinen.
Diese Liebe ist mir ein Rätsel.“ Plötzlich war es verschwunden, das „verrückte Huhn“ namens Lena, und Raab staunte:
„Du kannst ja singen.“ Und Lena Meyer- Landrut sah aus, als staune sie auch.
Gestern hat die Karriere der 18-jährigen Hannoveranerin, die vor fünf Wochen mit einem schlichten Satz begann („Hallo, ich bin Lena, ich bin 18 und komme aus Hannover“), ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht:
Sie wird am 29. Mai beim Eurovision Song Contest in Norwegen Deutschland vertreten. Nicht nur in der bunten Welt des Entertainments ist ihr Schicksal ein Ereignis. Es lässt sich auch als Triumph des Unperfekten lesen, als Sieg der Persönlichkeit über die kalte Professionalität. Denn von Anfang an, seit der ersten Show am 2. Februar, konnte man das öffentlich-
rechtlich-private Joint Venture „Unser Star für Oslo“ als Alternativmodell zu Dieter Bohlens „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) verstehen, lieferten sich beide Sendungen gar eine Art Fernduell der Gesellschaftsentwürfe.
Die Suche nach dem deutschen Beitrag für den Eurovision Song Contest geriet zu einer eher gymnasialen Veranstaltung, einer Art vorgezogener Abiparty braver Wohlstandssprösslinge, während Bohlen bei RTL die irrationalen Aufstiegshoffnungen des Prekariats bediente.
Zahlenmäßig gewann Bohlen um Längen.2,3 Millionen Zuschauer hatte „USFO“ im Schnitt, „DSDS“ hatte bis zu dreimal so viele.
Dennoch gelang es der ARD und PRO7, einen Sog zu erzeugen, dem sich zuletzt auch Zuschauer jenseits der Werbezielgruppe nicht mehr entziehen konnten. Schnell sprach sich herum: Bei Bohlen wird „performt“, bei Raab wird gesungen.
Gegen die artigen „USFO“-Kandidaten sieht die „DSDS“-Bande in ihren Glitzertops aus wie eine Zirkusfamilie gegen die Grüne-Jugend.
Flankiert von der „Bild“-Zeitung suggeriert „Deutschland sucht den Superstar“, dass „Erfolg“ vor allem Kampf bedeutet.
Disziplin bis zur Selbstaufgabe, Druck bis zum Knackpunkt. Konkurrenten müssen weggebissen, Liedtexte unter Tränen erlernt, private Schicksalsnöte multimedial aufbereitet, Juroren befriedigt werden. Die Protagonisten werden in Schemen gepresst:
„der Checker“, „die Sexbombe“, „der Knastbruder“. „Unser Star für Oslo“ dagegen stand für das Gegenteil: Dinge können einfach so gelingen. Durch spielerische Leichtigkeit. Ganz ohne Krampf und Egoismus. Du darfst so bleiben, wie du bist.
Wenn „DSDS“ Darwinismus ist, der Kampf ums Überleben des Bestangepassten, dann war „USFO“ Dadaismus: der Triumph der Individualität.
Alles lag in den Händen der Kandidaten: Liedauswahl, Kostüm, Auftreten. Sie behielten das letzte Wort. Kein Knebelvertrag weit und breit.
So sang ausgerechnet Raab, der Mann, der einst eine arglose Maschendrahtzaunbesitzerin zum Medienstar wider Willen machte, das Hohelied der Freiheit.
Und während bei „DSDS“ stets eine Grundaggressivität mitschwingt, ein Lauern auf das Versagen, ein Kasernenhofton, der gut in die durchökonomisierte Gegenwart passt, weil er kaum Freiraum lässt für individuelles Entfalten, erschien „USFO“ fast wie der Traum von einer besseren (Medien-)Welt, in der Erfolg ganz ohne jahrelange Selbstkasteiung möglich ist, in der das Unperfekte am Ende siegt.
Ursprünglich spielten Castingshows mit dem Wunsch von Millionen Hedonisten nach einem Blitzaufstieg ohne Einsatz. Inzwischen zeigt sich, dass das erforderliche Opfer gewaltig ist: die Aufgabe des Selbst. So sehr hat sich der Medienkonsument an die normierte TV-Prominenz gewöhnt, an die geglätteten Fernsehtypen, dass schnell provoziert,wer wie Lena Meyer-Landrut aus dem Raster fällt. Es gibt im Publikumeine stille Sehnsucht nach Authentizität. Zuschauer haben ein feines Gespür dafür, ob eine Geste, ein Blick, ein Satz nur Pose ist oder doch Persönlichkeit.
Ironischerweise gelingt es Meyer-Landrut trotz der gelegentlich inszeniert wirkenden Kleinmädchenhaftigkeit, authentisch zu bleiben, weil das Spielerische, das „geplant Spontane“, eben zum Gesamtpaket dazugehört. Sie gibt nicht plump die lolitahafte Männerversteherin wie Annett Louisan, sie ironisiert sie lieber. „Genau so kenne ich sie“, sagt eine Freundin.
Trotzdem – oder gerade deshalb – wirkt sie auf manche provokativ. Im Netz ist die küchenpsychologische Entschlüsselung der „LML“ in vollem Gange: Einzelkind! Und hübsch dazu! Na klar, die buhlt um Aufmerksamkeit. Das hält nicht lange. Diese Leichtigkeit, die Nora-TschirnerSchnodderigkeit, dieser Björk-Gesang, der Joe-Cocker-Gestus – kann das noch echt sein?
„Ja“, sagt sie selbst und staunt über die Frage. „Ich überlege mir nicht vorher, wann ich den Arm hebe.“
Nun hält sie die Fahne Deutschlands hoch in Oslo, und irgendwie auch die Fahne Hannovers. Diese Stadt hat nicht viele Sympathieträger zu vermelden. Aber sie hat ein erstaunliches Talent dafür, Prominente hervorzubringen, die – wie die Stadt selbst – das Volk in treue Anhänger
und hartnäckige Verweigerer spalten: Oliver Pocher, Klaus Meine, Marquess – für jeden ihrer Fans lässt sich jemand finden, der sie aus grundsätzlichen Erwägungen heraus ablehnt. Man darf jetzt nicht den Fehler machen, Lena Meyer- Landrut zu einer Art Uschi Obermaier zu machen.
_________________ "Ein Mensch ohne Liebe zur Musik taugt zu Verrat und Räuberei"
(William Shakespeare)
Ich war von Lenas erster Casting-Minute an ihrem speziellem Zauber erlegen. Scheiß auf Dieters floskuleskes binäres Tönetreffen, von dem er selbst am wenigsten versteht.
Yeah! Go Lena, gooooo! Bin auch totaler Fan von ihr geworden, auch wenn mir ihr Stil ja anfangs nicht so sehr gefallen hat. Mr. Curiosity und Satellite haben mir sehr gut gefallen. Auch ihr erster Titel im Halbfinale war wunderschön. Und erst ihr "Siegerauftritt" mit Satellite....wie sie gestrahlt und sich gefreut hat. Einfach nur wunderschön.
Nur...wenn sie gestern schon so fertig war...wie wäre das dann erst, wenn sie Oslo gewinnen würde....
Aber, Lena, du rockst das schon....Baby, Baby, Baby!
Ich war von Lenas erster Casting-Minute an ihrem speziellem Zauber erlegen. Scheiß auf Dieters floskuleskes binäres Tönetreffen, von dem er selbst am wenigsten versteht.
Crazy Huhn for Oslo
Danke für den Link badnick.
In unserer Tagespresse (die in großen Teilen der Hannoverschen Allgemeine gleicht), endete der Artikel mit den Wörtern "Uschi Obermeier" und dann war Schluss, daher hab ich den Schluss einfach mal geraten. Nun weiß ich, wie es endet.
_________________ "Ein Mensch ohne Liebe zur Musik taugt zu Verrat und Räuberei"
(William Shakespeare)
In unserer Tagespresse (die in großen Teilen der Hannoverschen Allgemeine gleicht), endete der Artikel mit den Wörtern "Uschi Obermeier" und dann war Schluss, daher hab ich den Schluss einfach mal geraten. Nun weiß ich, wie es endet.
Hast du das etwa alles abgetippt? Kurze google-Suche nach einem prägnanten Satz hätte gereicht.
Übrigens: Frollein Landrut schickt sich an, die Annalen des digitalen Musikvertriebs in Deutschland neu zu schreiben.
Dieter mag die mit großem Abstand höheren Einschaltquoten erzielen, aber sein Publikum kauft nicht mal einen Bruchteil soviel Musik, wie das von Herrn Raab. Schlussfolgerungen über die Zielgruppen der jeweiligen Sendung und über die Karriereperspektiven der Kandidaten mag jeder selber ziehen.
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