Reden wir doch zur Abwechslung mal wieder über DSDS.
Baron Mucki hat folgendes geschrieben:
Ja, aber nicht ausschließlich dieses junge Gemüse, sondern auch etwas ältere Jahrgänge, die so ja von einer DSDS-Teilnahme ausgeschlossen sind.
Wer's mit 30 nicht geschafft hat, aus dem wird eh nichts mehr. Wenn man sich mit 50 überlegen sollte, man könnte ja mal eben in die Musikbranche wechseln, ist man alles, nur kein Vollblutmusiker. Das hat man im Blut und zwar von Geburt an. Oder eben nicht.
Nur, wie schon geschrieben, Vollblutmusiker schlagen bei DSDS ja leider so gut wie gar nicht mehr auf, weil dieses Format leider keine echten Chancen bietet. Godoj hat bei mir durch seine unerträglich penetrante Fanbase damals zwar (unfairerweise) erhebliche Sympathieeinbußen erlitten, aber eines muss man ihm lassen, der ist wenigstens jemand, der sich schon Zeit seines Lebens als Musiker betätigt. Und das merkt man dann auch an Bühnenpräsenz, Professionalität, etc. Wen haben wir denn da in dieser Staffel Vergleichbares? Vielleicht ist es auch noch zu früh für diese Frage, aber zumindest hat man bisher soweit ich gesehen habe keinen Wert darauf gelegt, von irgendjemandem diesen Eindruck zu vermitteln. Stattdessen jede Menge Schicksalsschläge und Freakverspottung. Na prima.
Sorry, war schon wieder nicht ganz on topic, aber da musste ich noch drauf eingehen. Also noch mal mit korrigiertem Schlusssatz: Na prima, Herr Bohlen.
Jedenfalls geraten die anderen Jurymitglieder immer mehr zur Staffage. Vor allem Herr Stein in der ersten Staffel war kompetenzmäßig Herrn Bohlen um Längen überlegen, inzwischen ist es nur noch die Dieter-Show. Dass dessen Aussagen dadurch noch gewichtiger sind versteht sich von selbst, und seine Weichspülerstatements sind nun die logische Konsequenz.
Man kann es auch positiv sehen, die Produktion schein lernfähig zu sein, ich persönlich kann auf das Vorführen gescheiterter Existenzen und Losertypen wirklich gut verzichten.
Man sollte auch nie vergessen: Es handelt sich um eine Unterhaltungssendung mit dem Ziel, hohe Einschaltquoten zu erzielen, sonst nichts. Ein STAR wird hier weder gesucht noch gefunden.
_________________ Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.
Voltaire
Wer sich mit 50 überlegt in die Musikbranche zu wechseln, kann es ja beim "Supertalent" versuchen. Wenn der dann noch eine bemitleidenswerte Geschichte auftischt, gibt ihm Dieter sicherlich eine Chance. Hat dann wenig mit Talent zu tun, aber das ist bei DSDS ja ähnlich.
Jedenfalls geraten die anderen Jurymitglieder immer mehr zur Staffage.
Staffage. In der Tat.
Es sticht ja geradezu ins Auge: Wenn ein Jurymitglied mal - um den Schein zu wahren natürlich nur - gegenteiliger Meinung mit Herrn Bohlen ist, stellt sich der andere hinter Bohlens Urteil und verschafft ihm seinen Willen. Wenn ich nicht irre, hat Bohlen in dieser Staffel nur ein einziges Mal seinen Dickkopf nicht durchgesetzt bekommen. Und Herr von Thun ward seither nicht mehr gesehen.
Aber wie an anderer Stelle geschrieben, sachlich finde ich das OK, wenn der spätere Produzent auch die Entscheidungen trifft. (Vorausgesetzt, Bohlen wird der Produzent.) Nur gibt es da einen Interessenskonflikt: Auf der einen Seite geht es maßgeblich eigentlich nur um die Show selbst und nicht um das Endprodukt. Der Weg ist das Ziel, denn da klingelt die Kasse. Auf der anderen Seite nimmt man der Show den Reiz, indem man nicht mal mehr einen Hehl daraus macht, dass die Jury sowieso nur eine Ein-Mann-Show ist. Das alles hat etwas Konfuses, was der Zuschauer zumindest unterbewusst sehr wohl wahrnimmt. Aber wahrscheinlich ist das einfach nur egal, denn er schaltet ja trotzdem ein.
Dieter brät sich ja sowieso ein Ei auf andere Meinugen.Er hat ohne Zweifel Ahnung von Musik, daß ihm keiner abstreiten kann aber wenn er sich auf einen Kandidaten oder eine Kandidatin eingeschossen hat, wird er ungerecht in seinen Beurteilungen u. außerdem hat er bei allem was er tut Dollarzeichen im Auge, daß ist das einzige was ihn wirlich interressiert.
Also ich glaube nicht, dass es dem Dieter wirklich ausschließlich ums Geld geht. Hat er doch eh im Überfluß.
In der ersten Staffel konnte Bohlen zwar mit Alexander Klaws die große Kohle machen, doch danach war außer der gemeinsamen CD der Top 10- Kandidaten, für ihn nichts zu holen. 2006 war zum ersten Mal kein Finalsong von Bohlen dabei.
Erst 2007 war Bohlen mit Mark Medlock wieder dicke im Geschäft. In der letzten Staffel erneut Fehlanzeige: Wieder kein Bohlen- Lied im Finale und Sieger Thomas Godoj wollte nicht mit Bohlen zusammen arbeiten. Hätte auch nicht so richtig gepasst.... Dieses Jahr könnte der Dieter vielleicht mehr Glück haben....
Dieter Bohlen geht es in erster Linie um seine Selbstdarstellung. Erst kommt Bohlen, dann lange nichts und dann irgendwann mal der unbedeutende Rest. Wohl nicht ganz zu unrecht: Ohne Bohlen gäbe es DSDS vermutlich gar nicht. Allein seine Sprüche, ob man sie mag, oder nicht, garantieren die Quoten in den Sendungen der Castingtour.
Zugute halten muß man ihm freilich, dass sein Erfolg als Komponist und Produzent seit 25 Jahren einzigartig ist. Eher unwahrscheinlich, dass das nochmal jemand anderes in Deutschland erreicht.
also wenn jemand das nicht mag wie Bohlen mit einem umgeht, dann frage ich mich warum die Leute zu den Castings gehen??? Es ist ja nicht die erste Sendung von DsDs. Dann sollen die doch zu dem anderen Sender gehen und Pop***** teilnehmen, denn da geht es über Music! DSDS ist wirklich nur Volksbelustigung, und wer da dran teil nimmt der hat aus meiner Sicht und schon ein Kabel locker im Hirn. Tut mir leid für die krasse Wortwahl, aber so ist es nun mal....
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Eben! Wenn das jetzt die erste Staffel wäre, würde ich vielleicht auch noch Mitleid mit den armen Kandidaten haben. Aber nach 5 1/2 Staffeln DSDS muss selbst der letzte Trottel kapiert haben, wie Bohlen auf schlechte Sänger reagiert - selbst, wenn er die Sendung vor seiner Teilnahme noch nie gesehen hat, da DSDS ja auch sonst genügend in den Medien breitgetreten wird. Und daran, dass es bei DSDS um alles andere eher als um Gesang geht, besteht ja wohl auch nicht erst seit dieser Staffel kein Zweifel mehr...
Zuletzt bearbeitet von Lena am 10/4/2009, 22:00, insgesamt einmal bearbeitet
Nuja, was die Staffage angeht so ist die teilweise hausgemacht.
Wie kann ich den späteren Manager des Siegers in eine öffentliche Jury setzen, das ist total bestusst. Der kann ja schlecht heute zu einem sagen "Das taugt alles nix" und je nach Telefonstimmen muss er den sechs Wochen später als Manager vertreten, jeder Promotion- und Medienpartner lacht den doch nur aus.
Die Jury dürfte eigentlich nix direkt mit dem Gewinner zu tun haben, egal ob als Produzent, Manager oder sonstwas.
Bohlen denkt schlicht und einfach in Verkäufen, das ist sein Job und (egal wie man zu ihm steht) da hat er auch ein Händchen für.
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