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cora
Anmeldungsdatum: 21.02.2009
Beiträge: 955

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ARD vs. RTL: Streit geht in der zweiten Runde
(jwo/cze) - Wer Pietro Lombardis Siegersong "Call My Name" hören möchte, hat bei den öffentlich-rechtlichen Radiosendern schlechte Karten. So sieht es zumindest Dieter Bohlen und spricht von einem "Meinungsdiktat". Auch "Bild" wittert einen "DSDS-Boykott". Nun meldet sich Wolfgang Schmitz, WDR-Hörfunk-Direktor und Vorsitzender der ARD-Hörfunk-Kommission in einem Interview mit "bild.de" zu Wort – und bezeichnet die Vorwürfe als Unterstellung.
"Die Lieder werden von der ARD gespielt", verteidigt sich Schmitz gegen die Vorwürfe. Tatsächlich sei "Call My Name" in der ersten Woche auf SR1, bei hr3, bei Antenne Brandenburg und N-Joy zu hören gewesen. SWR 3 habe sich direkt am Morgen nach dem "DSDS"-Finale dem glücklichen Gewinner Pietro Lombardi gewidmet. Von Boykott kann also keine Rede sein – oder?
Der Song war zwar bei den öffentlich-rechtlichen Radiosendern zu hören – allerdings offenbar deutlich seltener als bei der privaten Konkurrenz. Laut "bild.de" spielte allein der private Radiosender Gong den DSDS-Hit in der ersten Woche 15 Mal, während ihn alle großen ARD-Sender zusammen nur sieben Mal ausstrahlten.
Als Erklärung für den Seltenheitswert der DSDS-Songs im ARD-Programm verweist Schmitz auf den Geschmack der Hörer: "Die Verkaufszahlen der aktuellen Charts sind im Verhältnis zu unseren 39 Millionen Radiohörern so gering, dass diese nicht unbedingt etwas über die Beliebtheit eines Künstlers aussagen", so Schmitz.
Ob die ARD-geführten Radioanstalten nun absichtlich einen Bogen um Pietro und Co. machen, oder ob die DSDS-Songs tatsächlich nicht zum Geschmack der Hörer passen, bleibt offen. Doch der Streit scheint noch lange nicht beigelegt zu sein. Schmitz weiter: "Gebührenfinanziertes Radio ist unabhängig. Titel werden gespielt, wenn sie zu den jeweiligen redaktionellen Auswahlkriterien einer Radiowelle passen. Das gilt für Songs internationaler Pop-Stars ebenso wie für deutsche Produktionen – egal von wem."
Quelle: http://www.gmx.net/themen/musik/casting/687mvnk-radiostreit-um-dsds-geht-weiter
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